Autoselbsthilfe am Samstag
Ein wunderschöner Tag, um raus ins Grüne zu fahren und ein Picknick zu machen oder am See spazieren zu gehen. Doch dann? Kaum ein paar Meter aus der Auffahrt, spotzt und spuckt das Auto und bei durchgetretenem Gaspedal geht es trotzdem nicht voran. Was tun? Das Phänomen war zwar schon mal aufgetreten, aber nur leicht. Jetzt geht allerdings nichts mehr.
Jemanden fragen der sich damit auskennt
Die gelben Seiten helfen an einem Samstag nicht großartig weiter, also versuchte ich einen Freund zu erreichen, der an Autos bastelt. Und der tippte relativ spontan auf Verschleißerscheinungen und gab den Tipp, die Zündkerzen zu reinigen oder den Ölfilter zu wechseln. Nun zahlte sich aus, dass ich ein gängiges Automodell besitze, denn rein zufällig hatte er so einen Filter noch auf Lager in seiner Garage. Ein kluger Mann, ich werde mir für die Zukunft auch welche besorgen und mich damit bevorraten. Relativ spontan kam er dann auch vorbei, um mir bei der kleinen Reparatur zu helfen. Kein Problem sei das und “keine große Sache”.
Sonne satt
Also verbringen wir den sonnigen Tag auf dem Boden der Auffahrt liegend, statt am See, und machen uns die Finger schmutzig. Kaum waren die Ersatzteile da, konnte es losgehen. Bei neuen Autos kommt man so einfach gar nicht an die Einzelteile der Maschine unter der Haube dran, alles ist mit Plastik abgedeckt und wenn man die Schräubchen löst, verfällt die Garantie. Probleme, denen ich fern bin, denn meine alte Karre bietet nämlich nach Öffnen der Motorhaube freien Blick auf das Innenleben. Als erstes wurde ich also genötigt, die Zündkerzen zu identifizieren und herauszuschrauben. Die Köpfe habe ich dann mit einer kleinen Drahtbürste sorgfältig von Ruß befreit, der sich da wohl immer mal ansammelt und verhindern kann, dass die entscheidenden Funken überspringen.
Doch dann hätte ich eher ein Anlassproblem, wurde mir gesagt. Aber solange es nicht schadet, kann man es ja mitmachen. Den Ölfilter kann man übrigens auch säubern, aber das ist nur ein Programm für entlegene Gebiete, in denen man nicht an Ersatzteile kommt. Denn es ist eine Riesensauerei, die Ölrückstände können ins Grundwasser gelangen und lange hält der Nutzen davon nicht vor. Also lieber raus mit dem kleinen gelben Fächerding und ein neues davon eingesetzt. War ganz einfach und für die ganz Hilflosen ist auf dem Teil auch noch Oben und Unten extra gekennzeichnet. So wurde es dann doch noch was mit dem Tag am See, aber ganz ehrlich: Ohne fachliche Hilfe hätte ich das wohl nicht hingekriegt. Beim nächsten Mal weiß ich aber wie es geht, wobei dann bestimmt wieder eine andere Ursache vorliegt.