Die Spar-Urlauber
Urlaub muss sein, auch in Zeiten der Finanzkrise, aber doch gerne etwas günstiger. Eine Konsequenz des schrumpfenden Budgets der Deutschen: Immer mehr Menschen zieht es in den Ferien in heimatliche Regionen.
Die Deutschen sparen
Im europäischen Vergleich sinken die Ausgaben der Deutschen für ihren Urlaub sogar am deutlichsten. Das ergab eine repräsentative Studie zur Reiseplanung 2010, die im März im Auftrag der Europ Assistance in sieben europäischen Ländern durchgeführt wurde. So geben die Bundesbürger 2010 für ihren Sommerurlaub inklusive Fahrt, Unterkunft und Verpflegung plus Aktivitäten im Schnitt 1.956 Euro aus, im Jahr zuvor waren es immerhin noch 2.150 Euro. Erstaunlicherweise geben die Briten, die ja ganz erheblich unter der Finanzkrise und auch unter dem PB-Desaster leiden, noch am meisten aus: 2.372 Euro spenden die Insulaner für die wertvollsten Wochen im Jahr.
Ferien mit knappem Budget
Den Urlaub wegfallen zu lassen kommt jedoch trotz des knappen Budgets nicht in Frage. 2010 planen mehr Deutsche einen Sommertrip als im Jahr zuvor. Vielleicht haben sie es momentan einfach nötiger. Die Last-Minute-Rate ist allerdings nicht angestiegen. Die deutschen Urlauber planen lieber langfristig, nur 19 Prozent entscheiden sich spontan. Zwei Wochen Erholung muss es für die meisten schon sein, nämlich für 48 Prozent, 14 Prozent fahren für drei Wochen weg und nur 6 Prozent begnügen sich mit einer Woche Urlaub.
Deutschland als Urlaubsziel
Und dabei bevorzugen viele europäische Ziele. Die größte Begeisterung für EU-Länder bringen dabei die Deutschen und die Österreicher mit. Das Heimatland ist sogar besonders beliebt: 39 Prozent geben auf der Online-Suche nach einem Ferienziel lieber Schlagwörter wie „Ferienwohnung Bodensee“ oder „Ferienhaus Ostsee“ ein, als dass sie eine Unterkunft auf Kreta, Ibiza & Co. suchen.