Der passende Schlafsack
Mit den steigenden Temperaturen beginnt nun wieder die Camping-Saison. Doch romantische Camping-Trips werden erst so richtig gemütlich, wenn man die richtige Ausrüstung im Gepäck hat. Besonders wichtig ist es, den richtigen Schlafsack dabei zu haben.
Ob Daunen oder Kunstfaser, Mumien- oder Deckenform – Schlafsäcke gibt es in unzähligen Ausführungen und Varienten. Wie kann man da den richtigen Schlafsack für sich finden?
Wer kennt das nicht: der Outdoor Urlaub ist schon so gut wie geplant, bloß der richtige Schlafsack fehlt noch. Wer einen passenden für sich finden möchte, der sollte sich bei der Auswahl genügend Zeit nehmen.
Nicht jeder Schlafsack ist für jeden Menschen in gleicher weise optimal. Bereits zwischen den Geschlechtern gibt es Unterschiede. So ist es wissenschaftlich erwiesen, dass Frauen in der Regel schneller frieren als Männer. Dies trifft insbesondere nachts zu. Ein wichtiges Kriterium eines guten Schlafsackes ist es, dass dieser auf das Kälteempfinden des Schlafenden abgestimmt ist. Ebenfalls sollte er den Umweltbedingungen entsprechend passen. Im Winter in Skandinavien braucht man zum Beispiel einen wesentlich dickeren Schlafsack als wenn man im Sommer am Mittelmeer zeltet.
Wichtig bei der Entscheidung für einen Schlafsack ist zum Beispiel, ob man als Füllung Daunen oder Kunstfasern auswählt. Daunen halten wärmer und sind wesentlich leichter als Kunstfasern. Sie wiegen bei gleicher Wärmeleistung in etwa ein Drittel weniger. Zudem lassen sie sich auch kleiner verpacken und nehmen dadurch weniger Platz in Anspruch. Deshalb sind sie vor allem beim Wandern, beim Klettern und auf Radtouren besser geeignet, als Kunststoffschlafsäcke.
Schlafsäcke aus Kunststoff haben zwar mehr Gewicht, aber dafür sind sie erheblich günstiger als Daunenschlafsäcke. Oft kosten sie nur die Hälfte oder weniger. Ein Nachteil ist jedoch, dass sie in vielen Fällen weniger lange halten, als Daunenschlafsäcke und zudem meist einen geringen Schlafkomfort bieten. Dafür trocknen Kunstfaserfüllungen generell schneller als Daunen und büßen auch bei feuchter Luft nicht so schnell von ihrer Wärmewirkung ein. Aus diesem Grund sind sie besser geeignet für Reisen in Regionen mit hoher Luftfeuchtigkeit, zum Beispiel auf Wintertouren oder beim Segeln.
Von großer Bedeutung ist neben der Füllung auch die richtige Größe des Schlafsacks. Er sollte nicht einengen. Bei vielen Outdoor-Fans ist die Mumienform sehr beliebt, da hier der Raum an den Füßen enger ist und sich so die Füße besser erwärmen können. Zudem sind Mumineschlafsäcke den Konturen des menschlichen Körpers sehr gut angepasst.
Vor dem Kauf eines Schlafsacks sollte man auf jeden Fall überprüfen, ob der Reißverschluss auch richtig funktioniert. Auf der Innenseite des Reißverschlusses sollte sich eine Abdeckleiste befinden. Sie verhindert, dass sich an dieser Stelle eine Kältebrücke bilden kann.
Ist der passende Schlafsack gefunden, dann kann die nächste Campingtour gestartet werden!