Träume und Traumbedeutung

Generell kann man sagen, dass alle Menschen träumen und das gleich mehrfach während einer Nacht. An die meisten Träume erinnert man sich allerdings nicht.
Die Träume an die wir uns denn doch erinnern geben uns für gewöhnlich Rätsel auf, da sie meist extrem abstrakt sind und retrospektiv gesehen weder Sinn ergeben noch Realität widerspiegeln. Dass man große Teile des Geträumten schnell wieder vergisst, verschleiert die Traumhandlung nur noch weiter.
Dennoch fragen sich die Menschen seit Anbeginn der Kulturen nach der Bedeutung ihrer Träume. Erst durch das Aufkommen der Psychoanalyse im jungen 20. Jahrhundert wird die Traumbedeutung unter wissenschaftlichen Aspekten untersucht, vorher galten besonders prägnante Träume allerdings als Omen, in denen man zukünftige Ereignisse lesen konnte. Die Wissenschaft hat es allerdings schwer, konkrete Erkenntnisse über die Bedeutung von Traum allgemein und den einzelnen im Traum stattfindenden Handlungen abzuleiten.
Das Schlaf grundlegend für die physische und psychische Gesundheit des Menschen ist, steht dabei außer Frage. Im Schlaf regenerieren sich Organe und Nerven und das am Tag erlebte wird im Gedächtnis gefestigt. Inwieweit aber das Träumen an diesen Vorgängen beteiligt ist, ist bisher noch unklar, so dass es hierfür bisher lediglich Hypothesen, jedoch keine allgemein anerkannte Theorie gibt.
J. Allan Hobson vermutet beispielsweise entgegen der Ansicht von Psychoanalyse-Papst Sigmund Freud, dass das Träumen direkt mit der Speicherung von Erfahrungen zu tun hat und da währenddessen jegliche Logik ausgeschaltet sei, hätten Träume keinerlei sinnvolle Bedeutung, die man interpretieren könnte. Freud hingegen sieht in den nächtlichen Visionen ins Unterbewusste vertriebene triebhafte Wünsche, die an die freien, individuellen Assoziationen mit den geträumten Symbolen geknüpft wären. Sein Schüler Carl Gustav Jung bestreitet unterdessen, dass die Symbole anhand der persönlichen Assoziationen des Träumers mit den geträumten Dingen zu interpretieren seien und sieht vielmehr Sinn darin, die Symbole als Archetypen anzusehen, die in einen Katalog aufgenommen werden könnten, anhand dessen die Träume jedes Menschen allgemeingültig ausgelegt werden könnten.
Die große Schwierigkeit dieses Wissenschaftszweig liegt darin, dass Träume nur im Wachzustand des Patienten untersucht werden können, obwohl sie im Schlaf geschehen. Die Forscher sind dabei auf die Beschreibungen und rhetorischen Fähigkeiten der Testpersonen angewiesen und können nicht selbst das Gesehene sehen und interpretieren.

21.08.2009 - Kategorien: Allgemein - 0 Kommentare

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